Suhl

Die Geschichte der Stadt

Erstmals urkundlich erwähnt, in dem von einem Nuwendof by Sule die Rede ist, wurde Suhl im Jahre 1318. Historiker gehen davon aus, dass Suhl um einige Jahre älter ist, einen Nachweis hierüber gibt es allerdings bis heute nicht, da die Amtshäuser und Urkunden durch drei Stadtbrände und die Kroaten im Dreißigjährigen Krieg vernichtet wurden. Unklarheiten gibt es neben dem Alter auch bei dem Ursprung des Namens der Stadt. Die Varianten reichen von der Salzgewinnung bis zu sich hier sulenden Wildschweinen und der Eisenerzförderung auf der Sole der umliegenden Berge. Wahrscheinlich trifft letzteres zu, da Bergleute bereits seit etwa 1300 am Domberg, Ringberg und auf dem Döllberg Erz förderten. Erst 1860 schloß man am Domberg die letzte Grube.

Um die Suhler Architektur zu verstehen, muss man einen Blick in die Geschichte werfen. Das ganz alte Suhl, das uns erhalten ist, repräsentiert die Blütezeit des prächtigen hennebergisch-fränkischen Fachwerks aus der Mitte des 17. bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts. In Suhls Zentrum sind nur ganz wenige solcher Häuser noch zu finden, während in den Ortsteilen sogar Ensembles überdauert haben - vor allem in Heinrichs. Hier stehen stattliche Bürgerhäuser und das besonders attraktive ehemalige Rathaus. Auch die Suhler Innenstadt war einst in solchem Fachwerk errichtet, doch immer wieder verwüsteten Brände die gesamte Stadt - der Letzte 1753. Danach entstanden einfachere Fachwerkhäuser, die aber oft den neueren Baustilen entsprechend mit Putz- oder Schieferfassaden verblendet wurden.
Herrenteich mitten in der Stadt.
Rokokohaus im Steinweg.
Klettsches Haus hinter dem Waffenmuseum -
einziges erhaltenes Gebäude des frührern
Stadtteils Aspen.
Großstädtisch: Congress Centrum Suhl. Die Friedrich-König-Straße ist die Galerei moderner Architektur.
Die Kreuzkirche - ein barocker Sakralbau nach Dresdner Plänen und städtebaulicher Höhepunkt des Steinwegs.
Schauschmieden im technischen Museum Schillingschmiede.
Historisches Rathaus in Suhl-Heinrichs, 1657 auf einem massiven Erdgeschoss von 1515 erbaut.
Das Waffenmuseum ist im denkmalgeschützten ehemaligen Malzhaus untergebracht.

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