Schwerin

Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns

Kleine Geschichte der Stadt Schwerin


Bewegte Zeiten erlebte die Stadt Schwerin seit ihrer Gründung 1160 durch als Sachsenherzog Heinrich den Löwen.Vorausgegangen war die Eroberung des obodritischen Reiches und die Zerstörung der slawischen Burg Zuarin beim Rückzug der Heere des letzten Slawenfürsten Niklot vor den deutschen Eroberern. Der Name Zuarin, aus dem sich im Verlauf der Jahrhunderte der Stadtname »Schwerin« bildete, bedeutete soviel wie wald- und tierreiche Gegend und charakterisierte damit die Lage Schwerins. Rasch entwickelte sich die Stadt, die mit dem Bischofssitz und der Weihe des von Heinrich gestifteten ersten Doms zum Zentrum der Christianisierung und Besiedlung des heutigen Mecklenburg wurde.Rasch entwickelte sich die Stadt, die mit dem Bischofssitz und der Weihe des von Heinrich gestifteten ersten Doms zum Zentrum der Christianisierung und Besiedlung des heutigen Mecklenburg wurde. Ihre zentrale Funktion hat Schwerin als Residenz mecklenburgischer Regenten und später Landeshauptstadt bis heute behalten.

Während in den ersten Jahren nach 1160 ein hölzerner Behelfsbau als Gotteshaus diente, wurde dann um das Jahr 1175 der Grundstein für den Dom gelegt. Nach rund 74 Jahren Bauzeit wurde der Dom am 15.6.1249 geweiht. Als Vorbild hatte der Ratzeburger Dom Modell gestanden. Zwanzig Jahre nach Vollendung des ersten Dombaus verwirklichte man dann die Pläne.Diesmal dauerte die Bauzeit rund 150 Jahre. Vorbild war die Marienkirche in Lübeck. Sehr viel später erst, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, wurde der 117,5 m hohe Turm des Doms gebaut und 1892 vollendet.
Übrigens bietet sich von der Domplattform ein wunderbarer Blick über die Schweriner Altstadt. Zweihundert Stufen führen dort hinauf - ein Weg der sich wirklich lohnt.
Rund zweitausend Zuschauer pro Aufführung erlebten die Inszenierung von Guiseppe Verdis Oper "Aida". Vier Wochen lang zog das erstklassig besetzte Opernspektakel Besucher aus ganz Deutschland nach Schwerin.
Recht so, denn Schwerin hat noch immer mit seinem eher weniger ausgeprägten Bekanntheitsgrad zu kämpfen.
Vor dem Jahre 1160 , in welchem Heinrich der Löwe die Obotriten schlug, befand sich auf der heutigen Schlossinsel eine Festung des hier ansässigen Slavenstamms. Sieben Jahre später wurde der Sohn des 1160 im Kampf gegen Heinrich den Löwen gefallenen Fürsten Niklot zum Landesherren erhoben. Das Schloss, wie man es heute sieht, wurde um die Mitte des letzten Jahrhunderts fertiggestellt. Verantwortlich dafür waren der damals herrschende Friedrich Franz II. , der 1842 mit 19 Jahren den Thron bestieg, und sein Hofbaurat Georg Adolph Demmler.
Das der italienischen Renaissance nachempfundene Gebäude entstand von 1883 bis 1886 durch Georg Daniel und gehört heute zu den großen leistungsfähigen und traditionsreichen Bühnen im gesamten norddeutschen Raum.
Der Bau des Galeriegebäudes wurde 1837 von Demmler als Neues Palais für den Großherzog Paul Friedrich begonnen, nach dessen Tod aber nicht beendet. Erst 40 Jahre später wurde das unvollendete Gebäude von Willebrand für die herzogliche Kunst- und Raritätensammlung vollendet.

Heute beherbergt es eine der umfangreichsten Sammlungen niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts.

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