Magdeburg

Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt

Die Chronik der Stadt Magdeburg weist viele verschiedene Seiten auf. Vom Sitz des ersten deutschen Kaisers zur völligen Zerstörung der Stadt durch Tilly, über den berühmten Bürgermeister und Erfinder Otto von Guericke bis zur Bombardierung im 2. Weltkrieg und den folgenden Wiederaufbau hat Magdeburg einiges zu berichten.

805 Im Diedenhofer Kapitular Karl des Großen findet Magdeburg seine erste Erwähnung. Die Lage des Ortes am Schnittpunkt von Fernhandelsstraßen mit dem Wasserweg Elbe begünstigt das Entstehen einer Siedlung. Diese Siedlung wird durch ein Kastell gesichert.

955 Im Zusammenhang mit dem langgehegten Ziel Ottos, Magdeburg zum Erzbistum zu erheben, beginnt der Ausbau der Kirche des Moritzklosters zur Kathedrale. Damit entsteht der ottonische Dom.

Der Eulenspiegelbrunnen

Die Sage berichtet, dass der Volksnarr auf dem Alten Markt den Bürgern der Stadt prophezeit habe, er könne von der Rathauslaube fliegen. Natürlich versammelten sich zum angekündigten Zeitpunkt zahlreiche Bürger auf dem Markt, um dieses Spektakel nicht zu verpassen. Eulenspiegel jedoch spottete nur angesichts der Leichtgläubigkeit der Magdeburger.

Das Rathaus


Bereits seit dem 13. Jahrhundert befindet sich an der Ostseite des Alten Marktes das Rathaus.
Das erste Rathaus, in dessen Gewölbe sich das städtische Archiv befand, wurde während des Dreißigjährigen Kriegs durch Tillys Truppen 1631 zerstört. Erhalten ist von diesem mittelalterlichen Rathaus nur noch der Bereich des heutigen Ratskellers.

Der Magdeburger Reiter

Das einzige freistehende Reiterstandbild des hohen Mittelalters in Europa hat seinen Platz auf dem Alten Markt von Magdeburg. Bereits um 1240 geschaffen, zeigt es vermutlich Kaiser Otto I., was aber nicht mit letzter Sicherheit bewiesen ist.

Das Eisenbartdenkmal

In der Weitlingstrasse, unweit des Alten Marktes, steht der Eisenbartbrunnen, der 1939 von Fritz von Grävenitz geschaffen wurde. Er erinnert an den berühmten Arzt Johann Andreas Eisenbart, der von 1663 bis 1727 lebte. Eisenbart war ein geschickter Operateur, der sich insbesondere mit Augen- und Steinoperationen beschäftigte und durch seine Erfolge berühmt wurde.

Das Jugendstilhaus

Mitten in der Stadt, in der Nähe des Alten Marktes, steht an der Ecke Weitlingstrasse / Julius-Bremer-Straße eines der wenigen im Jugendstil errichteten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1894 wurde das Gebäude von der Freimaurerloge "Ferdinand zur Glückseligkeit" erbaut. Zwischen 1934 und 1998 wurde es als Stadtbibliothek genutzt.

Die Magdalenenkapelle

Um 1315 wurde die Maria- Magdalenenkapelle als Sühnekapelle auf dem westlichen Hochufer der Elbe errichtet.
Im Lauf ihres Bestehens wurde sie zweimal zerstört. 1631 bei der Eroberung Magdeburgs im 30 jährigen Krieg , beim Wiederaufbau 1714 erhielt die Kapelle ein barockes Dach und im Januar 1945, hier erhielt die Kapelle 1966 ein gotisches Steildach - so wie es ursprünglich gewesen ist.

Das Kloster "Unser Lieben Frauen"
Das Kloster Unser Lieben Frauen ist das älteste noch erhaltene Bauwerk Magdeburgs. Es ist eine fast vollständig erhaltene Anlage aus dem 11./12. Jahrhundert.
Der Dom zu Magdeburg
Der Dom zu Magdeburg ist der älteste gotische Sakralbau auf deutschem Boden und mit seiner Höhe von 104 Metern der höchste Sakralbau Ostdeutschlands.
Seine Ursprünge liegen bereits im Jahr 937, als Otto I. ein Kloster zu Ehren des Heiligen Mauritius (der bis heute zusammen mit der Heiligen Katharina Schutzheiliger des Doms ist) gründete, dessen Kirche er ab 955 zur romanischen Basilika ausbauen ließ.

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