Das ist Erfurt

Landeshauptstadt Thüringens

Aus der Geschichte Erfurts

Erfurt liegt im Bundesland Thüringen, am Südrand des Thüringer Beckens und ist eine der ältesten deutschen Städte (erstmals 729 erwähnt). Die Entstehung der Stadt wird auf BONIFACIUS rückgeführt, welcher hier 742 ein Bistum gründete. Der Name "Erfurt" wird daher vermutet, daß die Stadt an einer FURT durch die Gera (damals ERPHA) liegt. Daraus soll der Name ERPHESFURT, heute ERFURT, entstanden sein. Die günstige Lage am Kreuzungspunkt europäischer Handelsstraßen ließ Erfurt zu einem bedeutenden Handelsplatz werden. Eine weitere Quelle wirtschaftlichen Reichtums war der Waidanbau (ein Blaufärbemittel).
Die reichen Getreideernten im Umland machten Erfurt auch zu einer Mühlenstadt. Im Mittelalter trieben die Wasserläufe der Gera etwa 50 Mühlen an. Erfurt wurde damals auch das "Thüringische Rom" genannt, denn es gab ca. 90 Kirchen und 36 Klöster. Das geistige Leben Erfurts erfuhr seine Krönung mit der Universitätsgründung im Jahre 1392. Hier lehrte MARTIN LUTHER von 1501 - 1505. Erfurt gehörte bis 1810 zum Erzbistum Mainz. Auf diesen Ursprung weist das Stadtwappen, ein silbernes sechsspeichiges Rad auf rotem Grund, hin. Von 1810 bis 1920 war Erfurt unter preußischer Herrschaft.
Der Feld- und Gartenbau machte Erfurt über die Grenzen Deutschlands bekannt. Bereits 1838 fand hier die erste deutsche Gartenbauausstellung statt. Infolge des frühzeitigen Eisenbahnanschlusses im 19. Jhd. konnte sich auch die Industrie entwickeln. 1906 wurde Erfurt mit 100 000 Einwohnern Großstadt. Als Bezirkshauptstadt hatte Erfurt 1988 etwa 220 000 Einwohner. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Erfurt die Landeshauptstadt Thüringens. Die Erfurter Altstadt steht unter Denkmalschutz. Markanteste Bauwerke sind der Dom Sankt Marien und die Sankt Severikirche.

 

Erfurts Wahrzeichen, das in Europa einzigartige Kirchenensemble von Mariendom und Severikirche, überragt majestätisch das Bild der Stadt. Das architektonische Meisterwerk der deutschen Gotik stellt eine ehrfurchtgebietende Leistung der Sakralbaukunst dar.

Am 1. Juni des Jahres 1695 wurde in Erfurt der Grundstein gelegt zu einer der wenigen bis heute noch in wesentlichen Teilen erhalten gebliebenen Stadtfestungen des 17. Jahrhunderts in Deutschland - der Zitadelle Petersberg (Bild). Heute ist sie beeindruckendes Zeugnis europäischer Festungsbaukunst des 17. bis 19. Jahrhunderts.
Die Krämerbrücke (Bild) ist Erfurts interessantestes Profanbauwerk. Die 1325 errichtete steinerne Bogenbrücke über die Gerafurt, durch die einst die Handelsstraße Via regia führte, ist die einzige vollständig mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen.
Das Augustinerkloster (Bild) besitzt wertvolle Glasfenster vom Anfang des 14. Jahrhunderts. Martin Luther hat hier von 1505 bis 1511 als Mönch gelebt. In den Klosteranlagen befindet sich eine Ausstellung über das Leben Martin Luthers.
Das Rathaus ist als neugotisches Gebäude am Fischmarkt von 1870 bis 1874 erbaut worden. Es besitzt zahlreiche Wandgemälde im Treppenaufgang und Festsaal. Sie stellen Legenden und Szenen aus dem Leben Luthers und Bilder aus der Erfurter und Thüringer Geschichte und Sagenwelt dar.
Die ehemalige kurmainzische Statthalterei, heute Thüringer Staatskanzlei, wurde 1711 bis 1720 nach Ideen des Baumeisters Maximilian von Welsch im Renaissancestil errichtet. Sehenswert sind auch das repräsentative Portal sowie der westliche Teil des Frontgebäudes im Barockstil. Gäste des Hauses waren u.a. Persönlichkeiten wie Schiller, Herder, Humboldt und Wieland.
Der ehemalige Waidspeicher und heutige Kulturhof "Zum güldenen Krönbacken" (Michaelisstraße 10) beherbergt Ausstellungsräume und ein Kulturzentrum. (Waid: traditionelle Kreuzblütenpflanze, die im Mittelalter in Thüringern stark verbreitet war, Färbemittel, führte zu Erfurts Wohlstand.)
Die beiden Gebäude "Haus zum Goldenen Hecht" und "Haus zum Großen und Neuen Schiff" aus der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden 1833 zum heutigen Haus Dacheröden verbunden. Geistesgrößen von späterem Weltruf wie Goethe, Schiller oder Humboldt verkehrten hier. Hinein gelangt man durch eines der schönsten Renaissanceportale Erfurts.

Ein Besuchermagnet ist das 40 ha große Areal des Garten- und Freizeitparks "ega Cyriaksburg" der Erfurter Garten- und Ausstellungs- GmbH (Bild). Das unter Denkmalschutz stehende Gesamtensemble zeichnet sich durch die gelungene Harmonie von Natur und gartenarchitektonischer Gestaltung aus. Das sind die Markenzeichen der "ega Cyriaksburg". Dazu gehört auch das mit 6.000 m² größte ornamental bepflanzte Blumenbeet Europas.
Das Museum für Thüringer Volkskunde ist in einem der ältesten Steingebäude der Stadt untergebracht. Das Haus wurde 1547 als Herrenhaus für das städtische Hospital errichtet und dient bereits seit 1882 musealen Zwecken.
Das Stadtmuseum "Haus zum Stockfisch", eines der repräsentativsten Häuser der Spätrenaissance, lädt zu einem Erkundungsgang in die Geschichte einer der ältesten Städte Thüringens ein. Im Juni 1994 wurde das Haus nach Rekonstruktion und Neukonzipierung wiedereröffnet.

Die Neue Mühle selbst gehört zu den zahllosen Mühlen, die in den vergangenen Jahrhunderten den Wasserlauf der Gera säumten. Bis 1982 wurde hier Getreide zu Mehl und Futterschrot verarbeitet. Seit 1992 ist die Neue Mühle Museum.
Im Herzen der Erfurter Altstadt, direkt an der Kreuzung von Anger und Bahnhofstraße, steht das mit reichem plastischem Schmuck versehene Gebäude des Angermuseums. Als Pack- und Waagehof zwischen 1706 und 1712 unter dem kurmainzischen Statthalter Philipp Wilhelm Reichsgraf von Boineburg und Erzbischof Lothar Franz von Schönborn errichtet, ist es einer der wichtigsten Neubauten zu Beginn des 18. Jahrhunderts.
Am Fischmarkt, wo sich die Königstraße mit dem alten Nord-Süd-Handelsweg kreuzte, treffen Sie neben dem Rathaus auf weitere Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören der im Volksmund "Roland" genannte heilige Martin im Gewand eines römischen Kriegers (1591).
Zu den Gebäuden, die die Geschichte der Landeshauptstadt Erfurt in besonderer Weise dokumentieren, gehört der Kaisersaal in der Futterstraße, der am 15.Mai 1994 nach umfangreicher Rekonstruktion als Kultur- und Kongreßzentrum wiedereröffnet wurde.
Haus Zum roten Ochsen (1562), ebenso ein Renaissancebau wie das Haus Zum Breiten Herd (1584).

Erfurt bei Nacht
Das ist der Erfurter Dom und die Severikirchebei Nacht.
Hier sieht man den alljährlichen Weihnnachtsmarkt auf dem Domplatz.
Die Domstufenfestspiele. Auf den Stufen die man links im Bild sieht.
Eine der zahllosen Gassen in Erfurts sehenswerter Altstadt. (hier die Kirchgasse) Erfurts neuer Flughafen bei Nacht betrachtet.

Infos rund um Erfurt

Eine der größten und klangvollsten Glocken der Welt im Mariendom zu Erfurt.Gegossen am 8.7.1497 durch Meister Gerhard Wou aus Kampen Gewicht 11450 kg, Höhe 247 cm, Durchmesser 257 cm, Schlagton "e".
Neugotisches Gebäude am Fischmarkt (1870-1874 erbaut), zahlreiche Wandgemälde im Treppenaufgang und Festsaal stellen Legenden und Szenen aus dem Leben Luthers und Bilder aus der Erfurter Geschichte dar.
Als einzige weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung gehört sie mit ihrem weitverzweigten und zum Teil schon zugänglichen Minenlabyrinth zu den interessantesten denkmalpflegerischen Arbeiten in Erfurt.
Im Eingangsbereich befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte der Festung.
Interressantes Profanbauwerk Erfurts, zunächst aus Holz und 1325 aus Stein errichtet, ursprünglich 62 schmale Häuser, später auf 32 zusammengefaßt, im Mittelalter an beiden Enden der Brücke Brückenkopfkirchen, von der eine, die Ägidienkirche, noch existiert.
Heute gilt die Krämerbrücke als die längste geschlossene mit Häusern bebaute Brücke Europas.
Das Augustinerkloster (1277) mit wertvollen Glasfenstern vom Anfang des 14. Jahrhunderts. Martin Luther hat hier von 1505 bis 1511 als Mönch gelebt, in den Klosteranlagen befindet sich eine Ausstellung über das Leben von Martin Luther.
Heute: Augustinergemeinde und ökumenisches Tagungsheim.
Beeindruckende Baugruppe zweier katholischer Kirchen mit großer Freitreppe zum Domplatz (70 Stufen). Mariendom (752) u.a. Glasfensterzyklus im gotischen Chor mit 13 ca. 18 m hohen Fenster (14.Jh.) und im mittleren Domturm die Glocke "Gloriosa" (1497 gegossen).
Severikiche (1280) mit Sarkophag des hl. Severus, Bischof von Ravenna, 15 m hoher Taufstein. Hier einige Innenansichten.
Und hier noch die Einkauftempel von Erfurt
Der Thüringenpark
Das Thüringer-Einkaufs-Centrum
Und der Anger1 links wie er damals war und rechts wie er sich heute präsentiert.

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