Dresden

Landeshauptstadt Sachsens

Stadtgeschichtliche Aufzeichnungen über Dresden sind relativ spät entstanden, so dass über die ursprüngliche Entstehungsgeschichte der Stadt sehr wenig bekannt ist bzw. überliefert wurde. Spätere Ausgrabungen wiesen auf Ansiedlungen slawischen Ursprungs hin. Erste Besiedlungen könnten bereits im 7. Jahrhundert in der fruchtbaren Elbtalweitung um Dresden bestanden haben. Der Name Dresden wird auf das altsorbische "Drezdany", das soviel wie Wald- oder Auenbewohner heißt, zurückgeführt. Die Ableitung vom altslawischen Wort "drezga" (Sumpfwald, Gestrüpp, Röhricht) ist noch umstritten. Die sorbische Bevölkerung wurde von der um 929 gegründeten Burg Meißen unterworfen, die Hauptstützpunkt deutscher Herrschaft war. Erst seit Beginn des 12. Jahrhunderts folgten den Slawen weitere Siedler, Bauern, Handwerker und Kaufleute, so dass die slawische Bevölkerung zahlenmäßig bald unterlag und es kam zur Germanisierung. Auch Dresden war wie viele andere Städte, die in dieser Zeit entstanden, eine planmäßige Gründung meißnischer Städte durch das Grafengeschlecht der Wettiner. Bei Dresden agierte vor allem Dietrich der Bedrängte unter Mitwirkung einiger Fernhandelskaufleute. Eine günstige Voraussetzung für die Gründung Dresdens war der Elbübergang von Meißen und Freiberg (aufstrebende Silberbergbaustadt) aus zu den weiter nach Osten führenden Handelswegen. Bereits vor dem 12. Jahrhundert soll eine markgräfliche Burg auf dem Taschenberg zum Schutz des dort existierenden Elbübergangs (Brücke) gestanden haben.

Trümmer mahnen. Doch ein Bild der Zerstörung fügt sich nicht dauerhaft nahtlos in eine aufstrebende Innenstadt ein – so auch im Fall der Dresdner Frauenkirche.

Jahrzehntelang stand ihre Ruine inmitten eines gewaltigen Trümmerberges und erinnerte schmerzlich an die Schicksalsnacht Dresdens im Februar 1945.
Der berühmte Zwinger - Dresdens schönstes barockes Bauwerk - befindet sich im unmittelbaren Zentrum der Altstadt. Umgeben vom Schloß, der Kathedrale St. Trinitatis und der Semperoper ist er ein attraktiver und gern besuchter Anziehungspunkt.
Die Dresdner Semperoper gehört mit ihrer eindrucksvollen Architektur und den überaus prächtigen Innenräumen zu einem der schönsten Opernhäuser der Welt. Umrahmt vom Italienischen Dörfchen, der Kathedrale, Schloss und Zwinger erhebt sich das Bauwerk inmitten der Dresdner Altstadt am Theaterplatz.
Das Dresdner Residenzschloss befindet sich, dem Zwinger und der Semperoper gerade gegenüber, im unmittelbaren Zentrum der historischen Altstadt
Die mit 68 Metern höchste Aussichtsplattform der Stadt zieren 16 überlebensgroße allegorische Sandsteinfiguren, die Tugenden wie Güte, Stärke, Weisheit, Wachsamkeit, Frömmigkeit und Gerechtigkeit symbolisieren.
Das berühmteste Reiterstandbild Dresdens, der Goldene Reiter, bildet den beherrschenden Mittelpunkt des Neustädter Marktes, unmittelbar am Beginn der Hauptstraße. Das überlebensgroße Denkmal stellt August den Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, in antikem Gewand auf einem sich aufbäumenden Pferd dar.
Die "Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik Yenidze" ist eines der prägnantesten Gebäude in der Silhouette Dresdens. Sie befindet sich nahe des Stadtzentrums an der Marienbrücke und bildet mit ihrer ungewöhnlichen Architektur einen interessanten Kontrast zum modernen Komplex des Sächsischen Landtags am Elbufer.

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