Chemnitz / Karl-Marx-Stadt

Geschichte von Chemnitz (ehemals Karl-Marx-Stadt)

Nur sehr lückenhaft sind Dokumente und andere Zeugen zur Frühgeschichte der Stadt überliefert. Dieser Umstand hat bis in die 60er Jahre unseres Jahrhunderts hinein zu unterschiedlichen Deutungen der Entstehung von Chemnitz geführt. Die Anfänge von Ortsanlagen im heutigen Stadtgebiet und letztlich die Stadt selbst stehen mit dem um 1136 gegründeten Benediktinerkloster St. Marien auf dem Schloßberg in Verbindung. Dieses Kloster - von Pegauer Mönchen bezogen - kam wie andere in der weiteren Umgebung seiner Funktion nicht nur bei der Missionierung, sondern auch beim Landesausbau nach. So ist es ganz natürlich, daß parallel zur Klostergründung Dörfer in dessen Umland entstanden; ein überliefertes Zinsregister nennt hier Altchemnitz, Altendorf, Gablenz und Stelzendorf, wobei die Ansiedlung von Wolfsjägern in den beiden erstgenannten sogar noch in die vorklösterliche Zeit zurückreicht.

Chemnitzer Opernhaus
Der Rote Turm ist vermutlich bereits vor der Errichtung der Stadtmauer entstanden, da die unteren Teile auf das 12. Jahrhundert und Romanischen Stil hindeuten. Der obere Teil, bestehend aus roten Backsteinen, wurde Ende des 15. Jahrhunderts unter spätgothischem Einfluß erbaut und 1555 mit einer Barockkuppel abgeschlossen, deren stilistische Merkmale schon zur Renaissanse gehören. Jahrhundertelang diente der Rote Turm als Gefängnis und Sitz des Stadtgerichts. 1945 brannte der Rote Turm aus und wurde 1957/59 wiederhergestellt.
Direkt neben dem Alten Rathaus schließt sich der imposante, aber harmonisch angefügte Bau des Neuen Rathauses an, der von Juni 1907 bis August 1911 von Stadtbaurat Martin Richard Möbius errichtet wurde. Das Innere ist in solidem Jugenstil gehalten, während die fast 5 Meter hohe Rolandstatue und das Stadtwappen an der Rathausfassade die Freiheit und Selbständigkeit der Stadt repräsentieren.
Seit 1978 klingen die 48 Glocken des Bronzeglockenspiels zu bestimmten Anlässen vom Neuen Rathausturm.
Das Alte Rathaus wurde 1496/98 erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrfach restauriert, bevor es nach der Zerstörung 1945 im Jahre 1950 sein heutige Gestalt erhielt. Ebenso erneuerte man den 1486 vor die Fassade gestellten Rathausturm. Bemerkenswert ist sein Renaissanceportal mit Figuren von Judith und Lukreita (1559), welche einst ein Bürgerhaus zierten. Der im 12. Jahrhundert intergrierte Hohe Turm diente einst als Wohnsitz des Stadtvogts und ist heute die Wirkungsstätte des Chemnitzer Türmers.
Das Hauptgebäude der TU Chemnitz
Die Chemnitz...
Karl-Marx Kopf, im Volksmund auch Nischel genant.
Das CineStar „Luxor“

zurück